Informationen für

Das Projekt Rauchfreie Lehre richtet sich an Lernende sowie an Ausbildungsverantwortliche in Unternehmen und Berufsfachschulen.
Rauchfreie Lehre begleitet Lernende durch ihre Berufsausbildung und motiviert sie, während Arbeit und Freizeit rauchfrei zu bleiben oder zu werden.

Fakten

Zahlen zum Rauchen

Grosse Mehrheit der Schweiz rauchfrei

75% der Schweizerinnen und Schweizer sind rauchfrei. Nur jede vierte Person ab 15 Jahren raucht gelegentlich oder täglich. Nichtrauchende gehören zur absoluten Mehrheit.

 

Von den Jugendlichen zwischen 15 – 19 Jahren rauchten im Jahr 2015 13.5% täglich und 10.5% gelegentlich. Auch bei den Jugendlichen sind über 75% rauchfrei. Mehr als die Hälfte der 15-Jährigen hat noch nie geraucht.

 

Männer rauchen mit 29% deutlich mehr als Frauen (21%).

 

Zwischen 2001 und 2010 ist vor allem der Anteil der täglich Rauchenden gesunken. Allerdings zeichnet sich in den letzten Jahren eine Stabilisierung ab.

 

Unter 20 tappt man oft in die Falle

Zwei Drittel der Rauchenden beginnt vor dem 20. Lebensjahr und etwa einer von zwei Rauchenden sogar vor dem 18. Lebensjahr.

 

Erschreckend: Die meisten Jugendlichen konsumieren ihre erste Zigarette vor dem dreizehnten Lebensjahr.

 

Die meisten wollen aufhören

Drei von fünf der täglich Rauchenden und mehr als ein Drittel der Gelegenheitsrauchenden berichteten, aufhören zu wollen. Weniger als ein Viertel der täglich Rauchenden hat in den vorangegangenen 12 Monaten versucht, mit dem Rauchen aufzuhören.

 

Bei den 15- bis 19-Jährigen geben insgesamt 58.8% an aufhören zu wollen. Bei den 20- bis 24- Jährigen sind es über die Hälfte.

 

Quelle: www.suchtmonitoring.ch/

 

Rauchstopp

60 Prozent der täglich Rauchenden möchten das Rauchen aufgeben. Da Nikotin stark abhängig macht, ist eine Entwöhnung alleine oftmals nur schwer zu schaffen. Unterstützung von Fachpersonen erhöht die Erfolgsquote massiv.

 

Gesundheitliche Vorteile

Ein Rauchstopp wirkt sich sofort positiv auf die Gesundheit aus und reduziert langfristig das Risiko für Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden. Rauchfrei sein ist cool, spart Geld und macht unabhängig. Man riecht gut, der Atem ist frisch und man ist fitter beim Sport. Je früher der Rauchstopp, desto grösser ist die Wirkung.

 

Erhöhte Erfolgschancen dank Unterstützung

Wer sich beim Rauchstopp begleiten lässt, hat deutlich bessere Chancen auf Erfolg:

  • Betreuung durch eine Fachperson.
  • Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt.
  • Telefonberatung, zum Beispiel durch die Fachperson der Rauchstopplinie 0848 000 181.
  • Programme mit Handy-Apps, zum Beispiel die SmokeFree Buddy App.

 

Quelle: www.bag.admin.ch

 

Rauchen macht krank und tötet

In der Schweiz sterben mehr als 9'500 Personen an den Folgen des Tabakkonsums. Das entspricht jedem siebten Todesfall. Pro Tag sterben 25 Menschen (etwa eine Schulklasse) an den Folgen des Tabakkonsums. Quelle: www.suchtmonitoring.ch

 

Jeder zweite täglich Rauchende stirbt frühzeitig. Im Durchschnitt leben Nichtrauchende gegenüber den täglich Rauchenden 14 Jahre länger. Quelle: www.bag.admin.ch

 

Rauchen schädigt praktisch jedes Organ im Körper.

Rauchen ist verantwortlich für:

  • 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle
  • zahlreiche weitere Krebsarten
  • die Entwicklung chronischer Lungenerkrankungen, die das Atmen behindern (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD)
  • Schädigungen an den Augen, am Zahnhalteapparat, im Verdauungstrakt, am Skelett, an den Geschlechtsorganen
  • Unfruchtbarkeit
  • vorzeitige Alterung der Haut

 

Weitere Folgen des Rauchens sind eine schlechtere körperliche Verfassung, eine Körperbehinderung aufgrund eines Infarkts oder eines Hirnschlags sowie eine eingeschränkte Mobilität wegen Atembeschwerden. Die körperlichen Einschränkungen können eine Berufsunfähigkeit nach sich ziehen. Rauchen erhöht zudem das Risiko für Demenz und Alzheimer.

 

Tabak ist weltweit der wichtigste Risikofaktor für nichtübertragbare Krankheiten.

 

Nichtübertragbare Krankheiten, sind nicht ansteckend bzw. nicht von einer Person auf die andere übertragbar. Sie sind auch bekannt als chronische Krankheiten, da sie sich langsam entwickeln, lange andauern und viel Leid verursachen. Krebs, Herz- Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Bewegungsapparates sind die fünf häufigsten. Quelle: www.bag.admin.ch

 

Inhaltsstoffe

 Der Rauch einer Zigarette enthält mehr als 7000 Chemikalien. Davon sind Hunderte giftig und mindestens 70 verursachen direkt Krebs.

 

Die Tabakhersteller fügen ihren Produkten gezielt bis zu 600 Zusatzstoffe bei.

  • Sogenannte Weichmacher, wie Kakao, Pfefferminze oder Lakritze, unterdrücken natürliche Schutzreflexe des Körpers. Sie überdecken den bitteren und scharfen Geruch des inhalierten Rauchs, sie mildern den inhalierten Rauch ab und verringern so dessen atemwegreizende Wirkung.
  • Zusatzstoffe wie Magnesium färben Asche und Rauch weiss und machen sie weniger sichtbar.
  • Ammoniak erhöht die Suchtwirkung der Zigarette.

 

Quelle: www.bag.admin.ch

 

Mehr Informationen zu den Inhaltsstoffen: hier.

 

Passivrauchen

Tabakkonsum schadet nicht nur den Rauchenden, sondern auch den Mitmenschen. Passivrauchen lässt das Risiko von Lungenkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen der Atemwege ansteigen. Kinder sind besonders gefährdet.

 

Bereits geringe Mengen schaden

Tabakrauch ist selbst in geringen Mengen gesundheitsschädigend. Er enthält sehr viele krebserregende Substanzen. Passivrauchen verursacht nachweislich Krankheiten wie Asthma, Lungenkrebs, Hirnschlag und Herzinfarkt. Ist man zu Hause, in einem öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz regelmässig dem Passivrauch ausgesetzt, so steigt das Risiko für einen Herzinfarkt und für Lungenkrebs um 25 Prozent, für einen Hirnschlag um 80 Prozent. Schon kurzzeitiges Passivrauchen reizt die Atemwege und erhöht die Anfälligkeit auf Infekte. Quelle: www.bag.admin.ch

 

Mehr Informationen zum Passivrauchen: hier.

 

Tabakprodukte

Nikotin ist ein hochwirksamer und giftiger Pflanzenschutz der Tabakpflanze. In jedem Tabakprodukt steckt darum Nikotin drin. Tabak in jeder Form macht süchtig.

 

CBD – Hanfzigaretten

Hanfzigaretten sind neuerdings in der Schweiz im Detailhandel erhältlich. Sie sind genauso schädlich wie herkömmliche Zigaretten. Die neuartige Zigarette besteht aus Tabak, der mit wenig Hanf versetzt ist. Der Ostschweizer Produzent verkauft das Tabakerzeugnis als «alternatives Rauch-Naturprodukt» und wirbt gezielt mit dem Inhaltsstoff CBD-Hanf und dessen Wirkung. Das Lifestyle-Produkt spielt geschickt mit dem Reiz des Verbotenen, der Cannabis anhaftet, und dürfte in erster Linie die Jugend ansprechen.

 

Zusätzliche Informationen zum CBD – Hanfzigaretten: hier.

 

Shisha

Das Rauchen von Wasserpfeifen ist ebenso schädlich wie das Rauchen herkömmlicher Zigaretten. Entgegen vielen Gerüchten bleiben die Giftstoffe trotz des Wassers enthalten. Einige Giftstoffe sind sogar um ein Vielfaches höher konzentriert als im Zigarettenrauch.

 

Fast ein Viertel der 15- bis 17-Jährigen rauchen täglich Wasserpfeife. 52.7% gelegentlich.

Quelle: www.suchtmonitoring.ch

 

Mehr Informationen zur Shisha: hier.

 

Rauchlose Tabakprodukte

Auch Tabakwaren ohne Verbrennung können krank und süchtig machen. Die Risiken rauchloser Tabakprodukte sind etwas kleiner als beim Rauchen. Trotzdem riskieren Konsumentinnen und Konsumenten dabei grosse Gesundheitsschäden.

 

Mehr Informationen zu Snus, Schnupftabak, Kautabak: hier.

 

Zusätzliche Informationen zum Schnupftabak: hier.

 

E-Zigaretten

Auch E-Zigaretten enthalten gesundheitsschädliche Stoffe. Noch kennen wir die gesundheitlichen Folgen beim Konsum dieser unsicheren Produkte nicht. E-Zigaretten rauchen heisst: ich lerne das Rauchritual. Wer das Rauchritual gelernt hat, landet schneller als gedacht bei der Tabakzigarette.

 

Mehr Informationen zu den E-Zigaretten: hier.

 

Tabakmarketing

Die Tabakkonzerne richten ihre Werbung in erster Linie an Jugendliche. Wie geschickt sie dabei vorgehen, zeigt die Westschweizer Marktbeobachtung in einem coolen Film.

 

Weitere Links zum Tabakmarketing:

 

Die Tabakwerbung zielt vor allem auf Jugendliche

 

Werbung für ein tödliches Produkt

 

Rauchen im Film

 

Philipp Morris Story - Youtube

 

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.

Ein Projekt der Lungenliga